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Online-Dating-Sicherheit: Betrugsmaschen erkennen und Daten schützen

Die große Mehrheit der Kontakte beim Online-Dating ist harmlos. Es gibt aber ein paar Maschen, die sich seit Jahren wiederholen – und die immer gleich anfangen. Wer die Muster kennt, erkennt sie in den ersten Nachrichten.

Auf einen Blick

Veröffentlicht am 17.09.20267 Minuten Lesezeit

Romance Scam, Sextortion, Krypto-Tipps: die verbreitetsten Betrugsmaschen beim Online-Dating, ihre Warnzeichen und was du im Ernstfall tust.

Romance Scam: das Grundmuster

Ein sehr attraktives Profil, schnelle emotionale Nähe, Beruf im Ausland (Öl, Militär, Ärztin in einer Krisenregion) und nie ein Videocall. Nach einigen Wochen kommt ein Problem, das nur mit Geld lösbar ist: Zollgebühr, Krankenhausrechnung, gesperrtes Konto.

  • Warnzeichen: schneller Wechsel zu WhatsApp oder Telegram.
  • Warnzeichen: „ich liebe dich" innerhalb weniger Tage.
  • Warnzeichen: Videocall wird immer mit Ausreden vermieden.
  • Absolute Regel: kein Geld, keine Gutscheinkarten, keine Kontodaten.

Krypto- und Investment-Masche

Hier geht es nicht um Liebe, sondern um eine „Anlagemöglichkeit", von der ein Onkel oder Trader-Freund erzählt hat. Die Plattform sieht professionell aus, die ersten kleinen Auszahlungen funktionieren – danach ist das Geld weg. Jede Anlage-Empfehlung aus einem Dating-Chat ist Betrug.

Sextortion: Erpressung mit Aufnahmen

Nach kurzem Chat wird ein Videocall oder ein intimes Foto angefragt, danach folgt die Drohung mit Veröffentlichung. Wichtig: nicht zahlen, nicht weiter kommunizieren, Chat und Profil sichern, Profil melden und Anzeige erstatten. Zahlungen führen fast immer zu weiteren Forderungen.

Fake-Profile schnell entlarven

  • Bilder per Rückwärtssuche prüfen (Google Bilder, TinEye).
  • Nur perfekte Studio- oder Model-Fotos, keine Alltagsbilder.
  • Text mit vielen allgemeinen Floskeln, holprige Grammatik bei angeblich deutschem Wohnort.
  • Ein kurzer, unangekündigter Videocall klärt fast jeden Zweifel.

Deine Daten sparsam halten

  • Erst Vorname, kein Nachname, keine Adresse und kein Arbeitgeber im Profil.
  • Profilfotos nicht identisch mit deinen Social-Media-Bildern, sonst bist du leicht auffindbar.
  • Eigene E-Mail-Adresse nur für Dating nutzen.
  • Standortfreigabe in der App auf grobe Umgebung stellen, falls möglich.

Was du im Ernstfall tust

Kommunikation sofort beenden, Screenshots sichern, Profil bei der Plattform melden und bei Geldverlust Anzeige bei der Polizei erstatten – online über die Internetwache deines Bundeslandes. Bei Überweisungen sofort die Bank informieren, manchmal lässt sich eine Zahlung noch stoppen. Kostenlose Beratung gibt es bei den Verbraucherzentralen.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich ein Fakeprofil sicher?

Der zuverlässigste Test ist ein kurzer Videocall. Zusätzlich hilft die Bilder-Rückwärtssuche und der Blick darauf, ob die Person konkrete Alltagsdetails nennt.

Was mache ich, wenn ich schon Geld überwiesen habe?

Sofort die Bank kontaktieren und Anzeige erstatten. Alle Chats, Kontodaten und Profile als Screenshot sichern – das ist für die Ermittlung wichtig.

Sind bezahlte Plattformen sicherer?

Tendenziell ja. Verifizierung, Moderation und Zahlungspflicht senken die Zahl der Wegwerf-Profile deutlich, ganz verschwinden Betrugsversuche aber nirgends.

Noch unsicher, was passt?

Schau in unsere aktuelle Bestenliste – da findest du für jeden Typ den passenden Anbieter.

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